Verein Berliner Künstler (VBK)

Leitbild

Haus der Künstler - mehr als eine Galerie 

Der Verein Berliner Künstler VBK ist eine selbstverwaltete Vereinigung professionell tätiger Künstler.
Er engagiert sich seit über 175 Jahren für Kunst und Künstler in Berlin.

Die Basis für die kreative Entwicklung der Vereinsaktivitäten ist das Engagement der einzelnen Mitglieder und deren Zustimmung, professionell - kollegial zusammen zu arbeiten und diskursive Auseinandersetzungen auf faire Weise zu führen und sich an gesellschaftlich relevanten Diskursen zu beteiligen.

Das Haus am Schöneberger Ufer ist das Herzstück des Vereins und Zentrum der Aktivitäten. Hier bieten die Galerieräume nicht nur unabhängige und vielfältige Ausstellungsmöglichkeiten sondern im Rahmen des Arts Club Berlin Mitgliedern und Kunstinteressierten ein offenes, diskursives Forum mit Gastvorträgen.

Der VBK fördert und unterstützt seine Mitglieder in ihrer professionellen Arbeit und bei künstlerischen Projekten sowie bei der Entwicklung von Kooperationen mit nationalen und internationalen Künstlervereinen und Kunstinstitutionen und deren Realisierung im Kontext des VBK.

Der Verein erhält keine institutionelle Förderung. Die Mitglieder des VBK arbeiten ehrenamtlich. Ausstellungskonzepte und Projektarbeit werden im Wesentlichen frei von Markt- oder Trendorientierung entwickelt.

Die hierdurch entstehende galeristische Freiheit ermöglicht es dem VBK, auch künstlerisch experimentelle Präsentationsformen von Kunst zu entwickeln.

Der VBK ist von Parteien unabhängig.

Das eigene umfangreiche künstlerische Archiv und das in die Akademie der Künste Berlin ausgelagerte Dokumentararchiv belegen die Historie und Arbeit des VBK seit Gründung des Vereins im Jahr 1841 bis heute.

Der Zusammenschluss der Künstler unter dem Dach des VBK fördert deren professionelle und kollegiale Zusammenarbeit. Seine Aktivitäten gewährleisten und beweisen immer wieder neu die Zukunftsfähigkeit und Relevanz des VBK innerhalb der Berliner Kulturlandschaft.

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Lichtkunstinstallation Philipp Geist
Pop-up-175 Jahre VBK | Lichtkunstinstallation Philipp Geist | Foto: D. Graf
Pop-up-175 Jahre VBK | Foto: D. Graf
Pop-up-175 Jahre VBK | Foto: D. Graf
Pop-up-175 Jahre VBK | Foto: D. Graf
Pop-up-175 Jahre VBK | Foto: D. Graf
Ausstellung | Höhere Dichte
VBK Ausstellung Triple A • Foto: Cordia Schlegelmilch
Neujahrsempfang 12.01.2014
Ausstellung | Faites vos jeux
Ausstellung | Aktionale
Ausstellung | Aktionale
Ausstellung | Aktionale

Der VBK ist ein Langzeitprojekt.

Der Verein Berliner Künstler ist der älteste aktive Künstlerverein Deutschlands und Europas.

Seit seiner Gründung haben in 174 Jahren ca. 1300 Künstler den Verein Berliner Künstler geprägt und immer wieder neu entwickelt. Künstler haben ihre Produktionsbedingungen, künstlerische Positionen und Möglichkeiten der Selbstvermarktung reflektiert, diskutiert und im Spannungsfeld der jeweils herrschenden politischen und kulturpolitischen Bedingungen und unter den Gesetzmäßigkeiten des Kunstmarktes und der aktuellen Entwicklung neuer Medien, Produktions- und Kommunikationsmittel immer wieder neu ausgehandelt.

Nach heute gängigem Verständnis ist jeder Künstler in erster Linie seine eigene Firma, ist Produzent und Manager in eigener Sache.
Darüber hinaus engagieren sich die Künstler im VBK gemeinsam bei der Entwicklung künstlerischer Konzepte und Programme und wirken mit am professionellen Auftritt der Community in der Öffentlichkeit.

Der VBK stellt als Repräsentant von selbstorganisierten professionellen Künstlern eine Instanz dar, die mit, im Laufe der Zeiten wechselnden, Schwerpunkten immer wieder Forum, Impulsgeber und Akteur im Berliner Kulturleben ist.

Der VBK ist ein Mehrgenerationenprojekt.

Es gibt keine Altersvorgabe für eine Mitgliedschaft im VBK, die Mitgliederstruktur weist die überwiegende Anzahl der Künstler im Alter zwischen 35 und 60 Jahre aus. Wenige Künstler entschließen sich gleich unmittelbar nach dem Studium zu einer Bewerbung, demgegenüber gibt es keine Notwendigkeit zum Verlassen des VBK aus Altersgründen.

Zur Zeit sind 120 KünstlerInnen im VBK vertreten, deren kulturelle Wurzeln sowohl in Berlin, in anderen Regionen Deutschlands als auch in internationalen kulturellen Kontexten liegen, deren Lebens- und Arbeitsschwerpunkte jedoch in der Stadt Berlin zu verorten sind.
Die Mitgliederstruktur setzt sich heute zudem hälftig aus Künstlerinnen und Künstlern zusammen.

Der VBK macht Galerie, - Kultur - und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Standort des VBK präsentiert sich im städtebaulichen Kontext am Schöneberger Ufer in Berlin Tiergarten-Mitte in Kreuzungsnähe zur Potsdamer Straße gelegen, somit unmittelbar integriert zwischen der musealen Hochkultur wie Neue Nationalgalerie, Kulturforum, Staatsbibliothek zur einen Seite und dem Quartier mit einer sich sehr lebendig entwickelnden Galerienlandschaft und vielen Projekträumen mit aktueller zeitgenössischer Kunst zur anderen Seite.

In der Galerie Verein Berliner Künstler wird kontinuierlich in jährlich 8-10 konzeptuellen und thematisch definierten Ausstellungen die Kunst der Mitglieder sowie von Gästen aus dem In-und Ausland gezeigt. Die Galerie bietet zudem den räumlichen Rahmen für Kommunikation und Veranstaltungen, für Vorträge und Diskurs mit der Öffentlichkeit.

Aktuelle gesellschaftliche, politische und kulturpolitische Fragen bilden sich in den Themen und Konzepten der Ausstellungen und Projekte des VBK ab. Diese greifen regionale, überregionale und globale politische und sozio-kulturelle Anliegen auf – Fragen der Positionierung von Kunstschaffenden in Zeiten technischer und digitaler Entwicklungen ebenso wie Verantwortung, Rolle und Standortbestimmung des Künstlers in unserer Gesellschaft.Der VBK ist der Ort, an dem diese Reflexionen entwickelt und/oder präsentiert werden können.

Mit dem Ziel, Lebens- und Arbeitsbedingungen der Künstlerkollegen im europäischen Ausland kennenzulernen und zugleich zukunftsorientiert Künstlernetzwerke aufzubauen, werden seit 2006 Kooperationen und Austauschprojekte mit vornehmlich europäischen Künstlervereinen und Kulturinstitutionen entwickelt und realisiert. Aber auch außereuropäische Kooperationen mit Südkorea (Yang Pyeon), USA (Miami), Israel (Haifa) und Aserbaidschan (Baku) wurden durchgeführt.

Seit 2012 wurden in bisher 45 Veranstaltungen im ARTS CLUB BERLIN (ACB), einem Projekt des VBK, aktuelle Entwicklungen, Konzepte und Praxisformen künstlerischer Diskurse der Gegenwart reflektiert und diskutiert. Auf Einladung des VBK gestalten im ACB/public discourse Teams von KuratorInnen, KünstlerInnen oder WissenschaftlerInnen das Diskursprogramm, welches seine konzeptuelle Linie in der internationalen Orientierung und gleichzeitiger Perspektive auf den lokalen Kontext in Berlin definiert.

Was ist künstlerische Praxis heute? Was sind ihre Kontexte? Welche drängenden Themen und Lebensumstände bewegen die Künstler und werden in ihren Werken umgesetzt?

Ausgehend von diesen programmatischen Fragen wird in öffentlichen Vorträgen und Diskussionen mit internationalen KünstlerInnen, KuratorInnen und VertreterInnen außerkünstlerischer Felder, die Kontextualisierung zeitgenössischer Konzepte künstlerischer Praxis innerhalb politischer, sozialer und ökonomischer Umfelder angestrebt.

Der ACB/open club ermöglicht die kurzfristige, temporäre Präsentation und Reflexion unterschiedlicher Formen künstlerischer Praxis und ihrer Produktionsbedingungen.

Der Vorstand:
Sabine Schneider, 1. Vorsitzende | Claudia Michaela Kochsmeir, 2. Vorsitzende | Sandra Becker, 1. Schatzmeisterin | Carolina Patino Mayer, 2. Schatzmeisterin | Anna von Bassen, 1. Schriftführerin | Andrea Streit, 2. Schriftführer  | Catherine Bourdon, Archivarin


Die Mitarbeiter:
Katarzyna Sekulla, VBK Geschäftsführerin 

Adresse:
Verein Berliner Künstler 
Schöneberger Ufer 57
10785 Berlin-Mitte
(gegenüber der Neuen Nationalgalerie)

Tel+49-30-261 23 99

Öffnungszeiten der Galerie während der laufenden Ausstellungen
Di - Fr 15.00 - 19.00 Uhr, Sa und So 14.00 - 18.00 Uhr

Öffnungszeiten des Büros: Mo - Fr 10:00 - 15:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.